Freitag, 10. Januar 2020

Episches Vergnügen



 
 Neues Jahr, neues Projekt: Die Arbeit am zweiten Band von Christopher Ruocchios grandioser Space-Saga beginnt. Der Umfang - knapp 700 eng gesetzte Seiten - ist zunächst einmal ein wenig einschüchternd, aber Ruocchios schöne, fließende Sprache macht wieder richtig Spaß. Außerdem ist das World-Building vom Feinsten: Schon für den ersten Band war die Terminologie-Datei endlos lang, aber Nebenschöpfertum zählt ja zu den schönsten Seiten am Übersetzerjob.

Mittwoch, 24. April 2019

Wilder Ritt durch die Galaxis


Gerade erschienen: Catherynne M. Valentes "Space Opera". Meet Decibel Jones and the Absolute Zeros, abgehalfterte Glitterpunk-Veteranen und Vertreter des Planeten Erde beim metagalaktischen Grandprix, in einer großartig rasanten, aberwitzigen Geschichte, an der Douglas Adams seinen Spaß gehabt hätte. Übersetzungstechnisch eine meiner bisher größten Herausforderungen, aber man muss ja hin und wieder mal aus der eigenen Komfortzone raus und sich mit schwarzen Löchern, Zombie-Aliens, genderdiversen Zeitreisenden, Boyfracks und Girlfrauds beschäftigen, um was dazuzulernen ...

Mittwoch, 3. April 2019

Nominierung

Große Überraschung: Mit meiner Übersetzung für Jasper Ffordes "Eiswelt" bin ich in diesem Jahr nominiert für den Kurd-Lasswitz-Preis, dem Literaturpreis zur deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur, der alljährlich von den SF-Schaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben wird.


Tatsächlich war "Eiswelt" ein kniffliges Projekt - das begann schon mit Ffordes Wunsch, dass das Geschlecht der Hauptfigur möglichst unbestimmt bleiben sollte. Aber seine Parallelwelt, ein eiszeitliches Wales, dessen Bewohner Winterschlaf halten, bot großartige Möglichkeiten zum Nebenschöpfertum, zum Nacherfinden von Wörtern und Begriffen, und war ungeachtet des Umstands, dass der Text über eine Welt der Minusgrade, Schneestürme und Frostschäden ausgerechnet im heißesten Sommer Norddeutschlands fertig werden musste, für mich eine Herausforderung, die vom ersten bis zum letzten Tastaturanschlag Spaß machte.
Eines der Bücher, das ich voller Begeisterung gelesen hätte, wenn es mir nicht von Berufs wegen begegnet wäre, und das mir wieder einmal das Gefühl gab, den besten Job der Welt zu haben.


Sonntag, 24. September 2017

Inspiriert von Jay Kristoffs Nevernight: Übersetzergedanken

Mein Essay zum Übersetzeralltag in der Phantastik ist jetzt zu lesen auf Tor Online:
"... Nun gilt das Übersetzen an sich ja nicht gerade als Beruf mit hohem Action-Potenzial. Man setzt sich morgens vor den PC, klappt die Buchvorlage auf und tippt; die aufregendste Begegnung des Tages, den man zumeist allein am Schreibtisch verbringt, ist dann vielleicht der Paketbote, der eine Sendung für den Nachbarn abgibt. Und der weiß wahrscheinlich nicht, dass die Frau, die ihm die Annahme quittiert, gerade aus dem Hauptquartier eines wahrlich blutigen Geheimbunds kommt und magische Rituale zur Verwandlung menschlicher Körper mitangesehen hat ..."
Hier geht es weiter!


Donnerstag, 3. August 2017

Nevernight - Die Prüfung

Eines meiner schönsten Projekte der letzten Zeit: Nevernight - Die Prüfung von Jay Kristoff, in wunderschöner Hardcover-Ausführung mit geprägtem Schutzumschlag, Landkarten und passend blutrotem Schnitt.

Dienstag, 11. Juli 2017

Zurück in Itreya

Noch ist nicht einmal Band 1 von Jay Kristoffs grandiosem Nevernight in Deutschland erschienen, da geht es für mich schon mit Band 2 weiter - mit "murder and revenge and occasional lashings of tastefully written smut", wie schon der vierte Satz verspricht. Wer könnte dem widerstehen.
Gut Wende euch, edle Freunde ...



Mittwoch, 10. August 2016

Fantas-Musica




Perfekter Übergang: Auf das Update der AC/DC-Bibel von Durieux und Engleheart folgt ab sofort Jay Kristoffs grandioses "Nevernight", das schon allein wegen seiner fantasykitschfreien Detailfülle herausfordernde Ansprüche ans Nebenschöpfertum stellt. Ein Fest für den Übersetzer.