Zum heutigen Erscheinungstag von "Das Reich der Vampire" gibt es auf der Webseite von Fischer Tor ab sofort auch das Interview zu lesen, das ich vor kurzem mit Jay Kristoff führen durfte - um alles über die dunkle Faszination des Bösen zu erfahren und mit ihm über Lieblingsvampire zu fachsimpeln.
Mittwoch, 29. Juni 2022
Das Reich der Vampire: Interview mit Jay Kristoff
Donnerstag, 9. Juni 2022
A Tale of Blood and Darkness
Frisch eingetroffen - Jay Kristoffs "Das Reich der Vampire", Erster Teil, das den Untertitel "A Tale of Blood and Darkness" absolut zu recht trägt. Und einmal davon abgesehen, dass mir seine Helden beim Übersetzen im letzten Jahr alle so ans Herz gewachsen sind, hat dieses Hardcover neben den tarotkartentauglichen Illustrationen ein samtweiches Papier mit toller Haptik und ist ein eindrucksvolles Argument für "richtige" Bücher - der 1020 Seiten zum Trotz, die man im E-Reader natürlich leichter stemmen könnte. Aber wie heißt es so schön: Keine Schönheit ohne Gefahr.
Donnerstag, 16. September 2021
Nekromantinnen im Weltraum
Frisch eingetroffen: Meine Jahresanfangs-Übersetzung, der zweite Teil von Tamsyn Muirs schräger, queerer, vor Popkultur-Referenzen strotzender und übersetzungstechnisch ausgesprochen herausfordernder Weltraumsaga über die Nekromantinnen vom Neunten Haus. War das ein harter Ritt - und ist jetzt so schön geworden. Harrow macht sich prima neben Gideon, und dass der Heyne-Verlag die Buchrücken so schön mit den beiden Protagonistinnen gestaltet hat, sieht auch im Bücherregal einfach großartig aus.
Umfangreich und blutig
Wenn man, wie in meinem Job inzwischen üblich, mit digitalen Vorlagen arbeitet, dann weiß man zwar theoretisch, dass 720 Seiten eine Menge Stoff sind, aber wieviel das wirklich ist, das erkennt man eigentlich erst, wenn das "richtige" Buch da ist. 720 Seiten. Kleingedruckt. Mit großartigem Cover und sehr schönen Abbildungen plus - wie sich das für Phantastik gehört - Kartenmaterial. Ein Schmuckstück - und Arbeit für fünf Monate ...
Freitag, 10. Januar 2020
Episches Vergnügen
Neues Jahr, neues Projekt: Die Arbeit am zweiten Band von Christopher Ruocchios
grandioser Space-Saga beginnt. Der Umfang - knapp 700 eng gesetzte
Seiten - ist zunächst einmal ein wenig einschüchternd, aber Ruocchios
schöne, fließende Sprache macht wieder richtig Spaß. Außerdem ist
das World-Building vom Feinsten: Schon für den ersten Band war die Terminologie-Datei endlos lang, aber Nebenschöpfertum zählt ja zu den schönsten Seiten am Übersetzerjob.
Mittwoch, 24. April 2019
Wilder Ritt durch die Galaxis
Gerade erschienen: Catherynne M. Valentes "Space Opera". Meet Decibel Jones and the Absolute Zeros, abgehalfterte Glitterpunk-Veteranen und Vertreter des Planeten Erde beim metagalaktischen Grandprix, in einer großartig rasanten, aberwitzigen Geschichte, an der Douglas Adams seinen Spaß gehabt hätte. Übersetzungstechnisch eine meiner bisher größten Herausforderungen, aber man muss ja hin und wieder mal aus der eigenen Komfortzone raus und sich mit schwarzen Löchern, Zombie-Aliens, genderdiversen Zeitreisenden, Boyfracks und Girlfrauds beschäftigen, um was dazuzulernen ...
Mittwoch, 3. April 2019
Nominierung
Große Überraschung: Mit meiner Übersetzung für Jasper Ffordes "Eiswelt" bin ich in diesem Jahr nominiert für den Kurd-Lasswitz-Preis, dem Literaturpreis zur deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur, der alljährlich von den SF-Schaffenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben wird.
Tatsächlich war "Eiswelt" ein kniffliges Projekt - das begann schon mit Ffordes Wunsch, dass das Geschlecht der Hauptfigur möglichst unbestimmt bleiben sollte. Aber seine Parallelwelt, ein eiszeitliches Wales, dessen Bewohner Winterschlaf halten, bot großartige Möglichkeiten zum Nebenschöpfertum, zum Nacherfinden von Wörtern und Begriffen, und war ungeachtet des Umstands, dass der Text über eine Welt der Minusgrade, Schneestürme und Frostschäden ausgerechnet im heißesten Sommer Norddeutschlands fertig werden musste, für mich eine Herausforderung, die vom ersten bis zum letzten Tastaturanschlag Spaß machte.
Eines der Bücher, das ich voller Begeisterung gelesen hätte, wenn es mir nicht von Berufs wegen begegnet wäre, und das mir wieder einmal das Gefühl gab, den besten Job der Welt zu haben.
Tatsächlich war "Eiswelt" ein kniffliges Projekt - das begann schon mit Ffordes Wunsch, dass das Geschlecht der Hauptfigur möglichst unbestimmt bleiben sollte. Aber seine Parallelwelt, ein eiszeitliches Wales, dessen Bewohner Winterschlaf halten, bot großartige Möglichkeiten zum Nebenschöpfertum, zum Nacherfinden von Wörtern und Begriffen, und war ungeachtet des Umstands, dass der Text über eine Welt der Minusgrade, Schneestürme und Frostschäden ausgerechnet im heißesten Sommer Norddeutschlands fertig werden musste, für mich eine Herausforderung, die vom ersten bis zum letzten Tastaturanschlag Spaß machte.
Eines der Bücher, das ich voller Begeisterung gelesen hätte, wenn es mir nicht von Berufs wegen begegnet wäre, und das mir wieder einmal das Gefühl gab, den besten Job der Welt zu haben.
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